Regelwerke

Durchbiegung von Fahrzeug-Rückhaltesystemen (FRS)

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Dynamische und bleibende Durchbiegung

Bei FRS werden bzgl. der seitlichen Verschiebung (= Durchbiegung) von FRS zwei Begriffe verwendet:

  1. Dynamische Durchbiegung
    Der Bezugspunkt der Messung ist die Vorderkante eines Systems vor der Anprallprüfung. Die dyn. Durchbiegung steht für den max. Wert der seitlichen Verschiebung des Systems während des Anpralls. Die Messung erfolgt i.d.R. über Anprallvideos.
  2. Bleibende Durchbiegung
    Die Messung der bleibenden bzw. permanenten Durchbiegung erfolgt analog von der Vorderkante des Systems. Im Gegensatz zur dyn. Durchbiegung wird der Wert nach dem Anprall erfasst und i.d.R. manuell gemessen.

Sofern beide Werte nicht identisch sind, ist die dyn. Durchbiegung immer größer als die bleibende Durchbiegung, welche „nur“ einen mehr oder weniger informativen Wert darstellt. Die dyn. Durchbiegung ist eine relevante Größe, da sie direkt in die Messung des Wirkungsbereiches einfließt. Die Differenz ist vergleichbar mit einer Federkraft, welche während des Anpralls gespannt wird und danach einen Teil der Energie als Rückstellkraft zur Verfügung stellt.

Hohe Werte für dyn. Durchbiegungen führen zu hohen Wirkungsbereichen – was letztlich den Raumbedarf eines Systems festlegt.
Das Foto zeigt einen TB51 Anprall an die LT 205-12, diese hat den Anprall ohne Durchbiegung bestanden, das Ergebnis ist ein H2*W1 System.
Alle LINETECH Systeme haben sehr geringe Durchbiegungen = sehr geringen Raumbedarf für die Installation.